66. Internationale Pädagogische Werktagung zum Thema „Kinderrechte“ eröffnet

Die UN-Kinderrechtskonvention und die Pädagogik von Janusz Korczak (1878¬-1942) stehen im Mittelpunkt der 66. Internationalen Pädagogischen Werktagung zum Thema „Kinderrechte“ vom 10. bis 14. Juli 2017. Zur Eröffnung kamen VertreterInnen der Erzdiözese, der Stadt und des Landes Salzburg.

Kinder hätten ein frühes Gespür dafür, wenn ihnen Unrecht geschehe, meinte Erzbischof Franz Lackner in seinen Begrüßungsworten und berichtete von Erlebnissen aus seiner eigenen Kindheit, bei denen ihm Unrecht bewusst wurde. Auch die Kirche tue gut daran, sich den Rechten von Kindern zu verschreiben und teils vom System gedeckte Missstände offen anzusprechen und aufzudecken. Vizebürgermeisterin Anja Hagenauer hob die körperliche Unversehrtheit als einen Aspekt der Kinderrechte hervor und appellierte an die anwesenden PädagogInnen, wachsam zu sein und mutig einzuschreiten, wenn ihnen anvertraute Kinder und Jugendliche potentiellen Gefahren ausgesetzt seien. Landesrätin Martina Berthold betonte die Verantwortung der Politik, Kinder durch Chancengleichheit und Beteiligung darin zu unterstützen, ihr volles Potenzial zu entfalten. Landeshauptmann Wilfried Haslauer sieht „die Begriffe Würde und Liebe untrennbar mit Kinderrechten verbunden“. Kinderrechte seien nicht nur in Entwicklungsländern bei der Vermeidung von Kinderarbeit oder Kindersoldaten relevant. Auch bei uns sei das Thema, in verschiedensten Ausprägungen, sehr präsent. Als Beispiel nannte Haslauer die Gefahr des „Wegstreichens von Bildungsmöglichkeiten“ und somit die Gefährdung von Zukunftsmöglichkeiten.

„Kinderrechte sind keine Sonderrechte, sondern Menschenrechte ohne Abstriche“, hielt Eröffnungsredner Lothar Krappmann fest. Als ehemaliges Mitglied des UN-Ausschusses für die Rechte des Kindes ist er überzeugt, dass Kinder sich diese Rechte nicht erst durch Wohlverhalten verdienen müssen, wenngleich sie natürlich auch Pflichten hätten. Aber „ein Grundrecht verliert man nicht“. Die UN-Kinderrechtskonvention gebe Meinungen und Interessen von Kindern Gewicht. Auch wenn bei Kinderrechten der Schutzgedanke meist im Vordergrund stehe, berühre die Konvention alle Lebensbereiche von Kindern, wie Bildung, Erziehung, Privatsphäre, Freizeit… Im Sinne einer gelebten Beteiligung gehe es daher in erster Linie „um das kontinuierliche Gespräch von Erwachsenen mit Kindern über die Themen, die sie betreffen“. Seine als Vortragstitel gewählte Frage „Die Menschenrechte auch für Kinder?“ beantwortete Krappmann schlussendlich mit einem überzeugten „Ja – voll und ganz!“.

C.K., Juli 2017

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